„Die Troerinnen des Euripides“ von Jean-Paul Sartre in der Übersetzung von Hans Mayer

Troja hat den Krieg der Männer verloren und ist aus der Zahl der lebenden Städte gestrichen. Als Kriegsbeute vom Tod verschont, steht Hekuba an der Schwelle ihrer einstigen Königswürde hin zum zukünftigen Sklaventum. Die Frage nach Schuld und der Zweifel an der Gerechtigkeit treiben sie nun selbst an die Front. Dort bleibt ihr nur ihre Stimme, als einzige Waffe gegen das feindliche Heer der Griechen.

Die Troerinnen | © Philip Henze

Alles, was der Mensch ist, postuliert Jean-Paul Sartre, kommt aus ihm selbst und hat auch er selbst zu verantworten.
Anhand seines Stückes „Die Troerinnen des Euripides“, forschen wir nach der Beziehung von Mensch und Krieg. Wie viel Leid ist zu ertragen, bevor sich die Bestie zeigt? Und welches Leben bleibt, wenn einem nichts gelassen wird? Mit Hekuba zeichnet Sartre eine Frau, die den Grausamkeiten des Krieges ausgeliefert ist und dennoch nicht aufhört, sich gegen die Wirklichkeit aufzulehnen.

Es spielen:
Lea Beie
Janosch Fries
Ruzbeh Mirmoayadi
Varya Popovkina

Regie Faraz Baghaei
Dramaturgie Anna Stegherr
Bühne und Kostüm Katharina Grof (ABK Stuttgart)
Ausstattungsassistenz Lea Winkler (ABK Stuttgart)

 

Donnerstag, 10. März 2016, Premiere
Weitere Vorstellungen 11. und 12. März,
jeweils 19.30 Uhr, ADK Ludwigsburg

 

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